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Die Geschichte des Hauses

Der Name Liechtenstein wurde erstmals um 1136 erwähnt. Hugo von Liechtenstein nannte sich wahrscheinlich nach der Burg Liechtenstein südlich von Wien. Die ununterbrochene Ahnenreihe begann mit Heinrich I. von Liechtenstein (gestorben 1265/66).

Fürst Franz Josef II. und Fürstin Gina, die Eltern des regierenden Fürsten Hans-Adam II.
More information Fürst Franz Josef II. und Fürstin Gina, die Eltern des regierenden Fürsten Hans-Adam II.

Heinrich I. von Liechtenstein erhielt die Herrschaft Nikolsburg in Südmähren von König Ottokar von Böhmen als freies Eigentum. Diese Schenkung war für die Liechtensteiner von grosser Bedeutung. Die Familie erhielt dadurch – neben ihren Anwesen in Österreich – namhaften Besitz im Gebiet der böhmischen Länder.

Im 13. Jahrhundert teilte sich die Familie in die Liechtensteinische, die Rohrauer und die Petroneller Linie. Die beiden letztgenannten Linien starben aber schon in der nächsten Generation aus. Viel wertvoller Familienbesitz ging dadurch verloren.

Familiengesetz sichert Besitz

Eine weitere Teilung gab es Anfang des 16. Jahrhunderts, als sich mit dem Familienvertrag von 1504 eine Steyregger, eine Feldsberger und eine Nikolsburger Linie bildete. Nur die Feldsberger überlebte. Diesmal sorgten aber wohldurchdachte Familiengesetze dafür, dass der Besitz aussterbender Linien an die überlebende Linie überging.

Das Fürstenhaus und Liechtenstein

Seit der Erlangung der erblichen Reichsfürstenwürde durch Fürst Karl I. 1608 strebte das Fürstenhaus Liechtenstein danach, reichsunmittelbares Territorium zu erwerben. Fürst Johann Adam Andreas I.  erwarb 1699 die Herrschaft Schellenberg und 1712 die Grafschaft Vaduz. Schloss Vaduz ist seit 1712 im Besitz der Fürsten von Liechtenstein. Durch die Vereinigung der beiden Besitzungen erfolgte 1719 die Erhebung zum Reichsfürstentum Liechtenstein.

Unter Fürst Johann I. nahm Napoleon das Fürstentum Liechtenstein 1806 in den Rheinbund auf und legte damit den Grundstein für die Souveränität des Landes. Alle heute lebenden Familienmitglieder stammen von Fürst Johann I. ab.

Fürst Johann II. gab Liechtenstein 1921 eine Verfassung auf parlamentarisch-demokratischer Grundlage. Fürst Franz Josef II. nahm 1938 als erster Fürst Wohnsitz in Liechtenstein. Dank seines Einsatzes konnte das Land seine Unabhängigkeit im Zweiten Weltkrieg bewahren.

Der regierende Fürst Hans-Adam II. setzt sich insbesondere für eine eigenständige Aussenpolitik Liechtensteins ein. Unter seiner Führung trat Liechtenstein 1990 der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) sowie 1995 dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bei.