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Das Hausgesetz des Fürstenhauses Liechtenstein

Das Hausgesetz des Fürstenhauses Liechtenstein regelt unter anderem die erbliche Thronfolge, die Volljährigkeit sowie die Vormundschaft.

Das Fürstenhaus Liechtenstein kennt schon seit Jahrhunderten hausgesetzliche Regelungen. Das heute gültige Hausgesetz stammt aus dem Jahr 1993. Es kann weder durch die Verfassung des Fürstentums noch durch zwischenstaatliche Verträge verändert oder aufgehoben werden. Um das Hausgesetz zu ändern, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit aller stimmberechtigten Mitglieder des Fürstenhauses notwendig.

S.D. Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein und S.D. Erbprinz Alois
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Der Fürst als Familienoberhaupt

Der Fürst ist Staatsoberhaupt, Regierer des Fürstenhauses Liechtenstein und Vorsitzender der Fürstlichen Stiftungen. Als Familienoberhaupt wacht der Fürst gemäss Hausgesetz über „Ansehen, Ehre und Wohlfahrt“ des Fürstenhauses Liechtenstein.

Die Thronfolge

Das Hausgesetz regelt auch die Thronfolge nach der Primogenitur. Demnach ist immer der Erstgeborene aus der ältesten Linie der Thronfolger. Erst wenn eine Linie erlischt, folgt die zweitnächste Linie des gemeinsamen nächsten Vorfahren. Diese Erbfolgeregelung besteht seit 1606. Beim Tod des Familienoberhauptes übernimmt dessen ältester Sohn die Aufgaben als Staatsoberhaupt, Regierer des Fürstenhauses und Vorsitzender der Fürstlichen Stiftungen.

Der Fürst kann den nächsterbfolgeberechtigten volljährigen Prinzen zu seinem Stellvertreter bestimmen: bei einer vorübergehenden Verhinderung oder zur Vorbereitung auf die Thronfolge. Im Sinne einer frühzeitigen Nachfolgeplanung hat Fürst Hans-Adam II. die Ausübung der Hoheitsrechte am 15. August 2004 an Erbprinz Alois delegiert und ihn zu seinem Stellvertreter ernannt.

"Klare und beständige Nachfolgeregelungen sind ein grosser Vorteil einer Erbmonarchie. Sie sind in unserem Hausgesetz niedergeschrieben und haben sich über Jahrhunderte bewährt."

S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein