Eine neue Verfassung für das Fürstentum Liechtenstein

Als Ende 1992 führende Persönlichkeiten öffentlich erklärt haben, dass die Verfassung von 1921 nicht mehr zeitgemäss ist, hat sich Fürst Hans-Adam II. bei der Landtagseröffnung im Frühjahr 1993 im Namen des Fürstenhauses bereit erklärt, Verhandlungen über Verfassungsänderungen zu führen. In der Folge hat sich der Landtag mit der überwältigenden Mehrheit von 23 zu 2 Stimmen für die Einsetzung einer Verfassungskommission ausgesprochen, die den Auftrag hatte, mit dem Fürstenhaus eine Verfassungsreform auszuarbeiten.

Nach mehrjähriger Arbeit unter Beizug von ausgewiesenen Rechtsexperten wurde ein Verfassungsentwurf ausgearbeitet, welcher die einhellige Zustimmung des Fürstenhauses und der Regierung sowie die mehrheitliche Zustimmung der Verfassungskommission und des Landtages gefunden hat. Nachdem die für eine Verfassungsänderung notwendige Dreiviertelmehrheit im Landtag bedauerlicherweise nicht erreicht werden konnte, gab es nur noch die Möglichkeit einer Verfassungsinitiative, um den langjährigen Verfassungsstreit zu beenden.

Die Volksabstimmung am 16. März 2003 ergab eine Zweidrittelmehrheit für das Fürstenhaus. Bei einer hohen Stimmbeteiligung (87,7 Prozent) wurde die Verfassungsinitiative des Fürstenhauses mit 64,3 Prozent angenommen.

 

Aktuell
Ansprache Seiner Durchlaucht Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein anlässlich der Landtagseröffnung am 27. Februar 2014
Geburtstags-Interview S.D. des Fürsten mit Herrn Günther Fritz vom Liechtensteiner Vaterland
Stellungnahme S.D. des Erbprinzen zum Initiative der FBP zur Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs
 
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