Fürst Johann Adam Andreas I.   1684 - 1712

 

Johann Adam Andreas (geboren 1657, gestorben 1712) nahm erfolgreich die Reorganisation der fürstlichen Verwaltung und die Sanierung der Familienfinanzen vor. 1687 wurde er zum Geheimen Rat ernannt, 1693 erhielt er den Orden vom Goldenen Vlies.


Seine finanzpolitischen Fähigkeiten stellte er auch in den Dienst des Kaiserhauses. Ein Projekt zur Rationalisierung der Kameralverwaltung scheiterte 1699 allerdings am zähen Widerstand der Beamtenschaft. Auch die Gründung der Wiener Girobank, als deren Präsident Johann Adam in den Jahren 1703 bis 1705 fungierte, blieb ohne den erwarteten Erfolg.

 

1707 reiste der Fürst als kaiserlicher Kommissär zum ungarischen Landtag nach Pressburg.


Weitreichende Konsequenzen für die Familie hatte die Erwerbung der Herrschaften Schellenberg und Vaduz 1699 bzw. 1712. Damit kamen die Fürsten erstmals zu reichsunmittelbarem Landbesitz und näherten sich dem nahezu hundert Jahre lang verfolgten Ziel, Zutritt zum Reichsfürstenrat zu erlangen.


Fürst Johann Adam Andreas I. gilt als einer der grosszügigsten Kunstsammler und Mäzene seiner Zeit. Durch den Ankauf und die Beauftragung exzeptioneller Gemälde, Skulpturen und Plastiken trug er wesentlich zum Aufbau der fürstlichen Sammlungen bei. Von bleibender Bedeutung ist auch die Bautätigkeit des Fürsten, die in der Errichtung der beiden prunkvollen Wiener Paläste, des Majoratspalais in der Bankgasse und des Gartenpalais in der Vorstadt Rossau, gipfelte.


 

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