Fürst Johann I.   1805 - 1836

Johann I. (geboren 1760, gestorben 1836) begann seine Laufbahn 22jährig als Leutnant in der kaiserlichen Armee. Er avancierte rasch und nahm bereits acht Jahre später als Oberst an den Türkenkriegen teil. Der Fürst kämpfte in den Napoleonischen Kriegen und griff auch am Verhandlungstisch wesentlich in die Geschicke Österreichs ein: Er zeichnete an massgeblicher Stelle verantwortlich für das Zustandekommen des Friedens von Pressburg (1805) und führte weit weniger erfolgreich die Verhandlungen zum Frieden von Schönbrunn (1809). 1810 schloss er seine militärische Karriere im Rang eines Feldmarschalls ab und betätigte sich in der Folge nur mehr auf ökonomischem Gebiet.

Durch gezielten Ausbau der Land- und Forstwirtschaft und eine durchgreifende Reorganisation der Verwaltung trug der Fürst den Erfordernissen eines modernen Gutsbetriebs Rechnung.

Richtungweisend zeigte er sich auch auf dem Gebiet der Gartenkunst mit der Anlage von Biedermeiergärten und Parklandschaften nach englischem Vorbild auf seinen Herrschaften und in Wien.

1806 nahm Napoleon das Fürstentum Liechtenstein in den Rheinbund auf und legte dadurch den Grundstein zur Souveränität des Landes. Im Zuge der politischen Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress war Liechtenstein 1815 Mitglied des Deutschen Bundes geworden. Diese Mitgliedschaft war eine nochmalige Bestätigung der staatlichen Souveranität Liechtensteins. Neben zahlreichen Neuerungen auf den Gebieten der Rechtsprechung und der Verwaltung gab er dem Fürstentum 1818 eine landständische Verfassung.

Aktuell
Ansprache Seiner Durchlaucht Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein anlässlich der Landtagseröffnung am 27. Februar 2014
Geburtstags-Interview S.D. des Fürsten mit Herrn Günther Fritz vom Liechtensteiner Vaterland
Stellungnahme S.D. des Erbprinzen zum Initiative der FBP zur Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs
 
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