Fürst Hans-Adam II.
Fürst Hans-Adam II. wurde als ältester Sohn von Fürst Franz Josef II. von und zu Liechtenstein und Fürstin Gina
am 14. Februar 1945 geboren. Der Name Hans-Adam stellt eine sinnige Verbindung
von Vergangenheit und Gegenwart dar. Fürst Johann (Hans) Adam I.
- er regierte von 1699 bis 1712 - war der Begründer
des Fürstentums Liechtenstein durch den Kauf der Herrschaft Schellenberg (1699)
und den Kauf der Grafschaft Vaduz (1712).
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Fürst Hans-Adam II. wuchs zusammen mit seinen vier Geschwistern bei
seinen Eltern auf Schloss Vaduz auf. Er besuchte die Volksschule in Vaduz
und war Mitglied der Pfadfinderabteilung Vaduz. Im Jahre 1956 trat
Fürst Hans-Adam II. ins Wiener Schottengymnasium ein, an dem schon sein
Vater studiert hatte.
1960 wechselte er ans Gymnasium in Zuoz, das er 1965 mit der Schweizer
Matura und dem Deutschen Abitur abschloss. Anschliessend arbeitete Fürst
Hans-Adam II. als Praktikant in einer Bank in London. Er spricht neben
seiner Muttersprache Deutsch, englisch und französisch.
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Im Herbst 1965 nahm Fürst Hans-Adam II. an der Hochschule St. Gallen das
Studium der Betriebs- und Volkswirtschaft auf, das er im Jahre 1969 mit dem
Lizentiat abschloss.
Im Jahre 1970 betraute Fürst Franz Josef II. seinen Sohn mit der
Reorganisation der Verwaltung des Vermögens des Fürstenhauses. Im Zuge der
Reorganisation wurde das Privatvermögen des Fürsten in Stiftungen
eingebracht.
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In seinem 45. Regierungsjahr im Jahre 1984 hatte Fürst Franz Josef II.
gemäss Artikel 13bis der Verfassung Fürst Hans-Adam II. als dauernden
Stellvertreter eingesetzt und ihn mit der Wahrnehmung der Staatsgeschäfte
beauftragt. Am 13. November 1989, nach dem Tode seines Vaters Fürst Franz
Josef II., übernahm Fürst Hans-Adam II. die Regentschaft. Fürst Hans-Adam
II. setzte sich schon während der Stellvertretung besonders für eine
eigenständige Aussenpolitik Liechtensteins ein. Unter seiner Führung
gelang 1990 der UNO-Beitritt Liechtensteins und 1995 der Beitritt zum EWR.
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Nachdem im 19. und 20. Jahrhundert verschiedene Versuche
gescheitert waren, das Hausgesetz von 1606 zu ersetzen, wurde 1993 auf Vorschlag
von Fürst Hans-Adam II. vom Fürstenhaus das neue Hausgesetz angenommen. Dieses
soll für das Fürstenhaus die Grundlage sein, um auch im 3. Jahrtausend die
familieninternen Fragen zu regeln und die Autonomie des Fürstenhauses in diesen
Fragen abzusichern. Die männliche Erbfolge wurde beibehalten.
2003 konnte Fürst Hans-Adam II. eine jahrelange Diskussion um die Stellung
der Monarchie in der Verfassung erfolgreich mit einer Volksabstimmung
abschliessen, nachdem die für eine Verfassungsänderung notwendige Mehrheit im
Landtag nicht erreicht wurde. 64% der Stimmberechtigten sprachen sich für den
Verfassungsvorschlag des Fürstenhauses aus, 20 % für die Beibehaltung der alten
Verfassungsbestimmungen, 16% für Änderungen, welche die Stellung der Monarchie
in der Verfassung stark geschwächt hätten.
Am 15. August 2004 hat Fürst Hans-Adam II. gemäss Art. 13bis der Verfassung
des Fürstentums Liechtenstein Erbprinz Alois zur Vorbereitung für die Thronfolge
als seinen Stellvertreter mit der Ausübung der ihm zustehenden Hoheitsrechte
betraut. Der Erbprinz nimmt somit seit dem 15. August 2004 sowohl national als
auch international die Aufgaben des Staatsoberhauptes des Fürstentums
Liechtenstein wahr. Fürst Hans-Adam II. widmet sich seither nun wieder vermehrt
der Verwaltung des Vermögens des Fürstenhauses.
Am 30. Juli 1967 vermählte sich Fürst Hans-Adam II. mit Gräfin Marie Kinsky von Wchinitz und Tettau (geboren am 14.
April 1940 in Prag). Sie haben vier Kinder: - Erbprinz Alois, geb. 11. Juni 1968 - Prinz Maximilian, geb. 16.
Mai 1969 - Prinz Constantin, geb. 15. März 1972 - Prinzessin Tatjana, geb. 10.
April 1973.
Vaduz, August 2007
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